unterwegs

Wendelstein

Von Osterhofen über Hochkreut auf den Wendelstein

  1. Der ideale Ausgangspunkt für unsere heutige Trübwetterwanderung auf den Wendelstein ist für Autofahrer der Parkplatz an der Talstation der Seilbahn oder für Bahnfahrer der Bahnhof Osterhofen. Die erste halbe bis dreiviertel Stunde geht es dann wenig erbaulich aber sehr bequem über Asphalt bis nach Hochkreut.


  2. Am Restaurant Siegelhof (so habe ich den Namen in Erinnerung) am oberen Ende von Hochkreut können wir die Asphaltpiste endlich verlassen. Durch ein Gatter gelangen wir auf einen schönen Wanderweg, der uns keinesweg zu heftig nach oben zieht.


  3. Wie auf so manchen Bergwanderungen finde ich auch hier unübersehbare Spuren der schlimmen Föhnstürme des vergangenen Herbstes (2002). Einige Minuten später (eine knappe dreiviertel Stunde seit Hochkreut) erreiche ich die Siglalm. Mein Ziel, den Wendelstein, habe ich bisher noch nicht gesehen. Er versteckt sich, wie auch alle anderen Gipfel ringsum, in tief hängenden grauen Wolken, für den Fotografen kein rechter Genuss.


  4. Kaum eine viertel Stunde nach der Siglalm kommt mir auch schon die Wendelsteinalm entgegen. Während ich sie passiere, fällt mir der Wetterbericht ein, in dem von einem Wechsel aus Sonne und Wolken die Rede war. Der Wendelstein hält sich heute wohl eher an den wolkigen Teil. Etwa zehn Minuten nach der Wendelsteinalm komme ich am Fuße des sonst völlig verhüllten Berges an eine Wegegabelung. Ich entscheide mich für "links" Richtung Bocksteinscharte, würde mein Ziel aber auch über die rechte Alternative erreichen.


  5. Während einige Tafeln interessante geologische Erklärungen anbieten, führt mich der allmählich steiler werdende Weg zum bekannten Restaurant neben der Wendelsteinseilbahnbergstation. Rechts auf dem rechten Bild sieht man noch den Felsen mit dem "gachen Blick"; leider lohnt heute der kurze Anstieg zu diesem berühmten Aussichtspunkt ganz und gar nicht. Dass der Wendelstein an einem schönen Tag ein wunderbarer Aussichtssberg ist, können vielleicht mein Gipfelrundweg andeuten.


  6. Bergstation und Restaurant liegen auf gut 1720 m Höhe. Um zum etwa 1835 m hoch gelegenen Gipfelkreuz zu kommen, muss man also nochmals gut 100 Höhenmeter drauflegen. Dies bleibt auch den Seilbahnfahrern nicht erspart. Trotz der schlechten Sicht mache ich mich ohne lange Pause auf den Rundweg um den Gipfel, der mich auch zum Kreuz führen wird. Das linke Foto lässt ahnen, dass der Aufstieg zum Gipfel ein traumhafter Weg sein könnte, doch der ist überall von Geländern abgesichert und meist sogar betoniert.


  7. Auf der anderen Seite des Berges zeigt sich für wenige Sekunden die Windenergieanlage (wurde etwa 2007 wieder abgebaut), um gleich darauf wieder mit einem wabernden Geräusch seiner sich drehenden Rotorblätter in einer Wolke zu verschwinden. Weit mehr berührt es mich, als ebenfalls nur für einige Sekunden, die Soinwand aus dem Nichts aufzutauchen scheint. Ich denke wehmütig daran, wie ich dort vor etwa acht Monaten die Herbstsonne genossen habe.


  8. Schließlich bringt mich der Rundweg wetterbedingt schon nach ungefähr einer dreiviertel Stunde wieder zurück zur Bergstation. Auf dem letzten Teil des Weges sieht man die Schienen der von Brannenburg heraufkomenden Zahnradbahn in den zum Bahnhof führenden Tunnel eintauchen. Auf Bild b) zeigt sich - heute ziemlich verschwommen - gleich links neben der Einkerbung das Kircherl, das über der Bergstation und dem Restaurant thront.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil