unterwegs

Unnütz

Von Achenkirch auf den Unnütz - Hochunnütz und Vorderunnütz

  1. An der Talstation des Sonnberglifts bei Achenkirch nimmt die Wanderung ihren Ausgang. Schon nach fünf Minuten besteht die Gelegenheit, den Forstweg zu verlassen. Auf stets steilem Pfad, der mehrfach die Forststraße quert, gewinnen wir durch meist lockeren Bergwald hindurch sehr rasch an Höhe. Unser Ziel, den massigen, mehrgipfligen Unnütz (auch Unutz genannt) haben wir immer wieder mal vor Augen.


  2. Nach etwa einer dreiviertel Stunde erreicht man die kapp 400 Höhenmeter über dem Ausgangspunkt gelegene bewirtschaftete Zöhreralm. War der Weg bislang recht steil, so wird er in der Folge auf keinen Fall flacher. Zunächst noch auf einem Waldpfad, bald schon über zunehmend felsigeren Untergrund arbeiten wir uns weiter bergauf. Der Boden ist oft von lockerem Geröll bedeckt, was v.a. beim Abstieg erhöhte Vorsicht gebietet.


  3. Mag der Aufstieg auch etwas anstrengend sein, so entschädigen doch faszinierende Ausblicke für die (hoffentlich freiwillig auf sich genommenen) Mühen. Das linke Bild zeigt im Hintergrund die Reihe vom Schönberg bis zum Ross- und Buchstein und etwas rechts davon (zur Bildmitte hin) den Hirschberg. In der Reihe davor sieht man Platteneck und Schildenstein. Das Foto rechts dominiert eindrucksvoll die Seekarspitze.


  4. Nach einer Gehzeit von zwei bis zweieinhalb Stunden sollte man das schöne Holzkreuz auf einer Höhe von etwa 1950 Metern errreicht haben. Man befindet sich nun bereits auf der Hochebene des Unnütz und kann von hier einen herrlichen Ausblick in Richtung Südwesten genießen. Die drei Gipfel des Berges haben wir aber noch nicht erreicht. Der nach Norden zu gelegene Hinterunnütz (2008 m) bleibt für uns auch unerreichbar, dichte Latschenfelder lassen uns keinen Weg dorthin finden.


  5. Nach Süden zu sehen wir schon unser nächstes Ziel, den Hochunnütz. Nachdem wir zunächst um etwa 50 Höhenmeter auf ca 1900 Meter abgestiegen sind, geht es nun, anfangs durch Latschen hindurch, eine mit Felsebrocken durchsetzte Wiese hinauf. Auf dem 2075 m hohen Gipfel, den kein Kreuz ziert, erkennen wir sofort, dass noch ein gutes Stück Weg vor uns liegt. Recht eindrucksvoll und verlockend zeigt sich der Vorderunnütz vor der Kulisse des Rofans. Rechts sieht man einen Teil des Achensees.


  6. Vom Holzkreuz zum Hochunnütz benötigt man etwa eine halbe und von dort zum Vorderunnütz nochmals eine halbe bis dreiviertel Stunde. Vom Hochunnütz geht der Weg zunächst um ca. 100 Höhenmeter nach unten, um dann mit einigen Kraxeleinlagen wieder nach oben zu führen. Wenn sich dann solche Blick, wie der rüber zum Guffert, auftun, dann lacht das Wandererherz.


  7. Auf einer Höhe von knapp 2080 Metern genießen wir die Gipfelrast auf dem Vorderunnütz. Dass der Unnütz für Wanderer keineswegs unnütz ist, zeigen die beeindruckenden Ausblicke ringsum, z.B. zum Rofan oder über den Achensee hinweg zur Seekarspitze.


  8. Der Blick nach Norden zeigt uns die Route, auf der wir hergekommen sind und die wir auch zurückgehen werden. Kaum zu glauben, dass da ein durchaus gangbarer Weg über den Hochunnütz führt; von dem aus sehen wir auf dem Rückweg nochmals den Hinterunnütz (Bild b), der sich durch ein dichtes Latschengestrüpp vor möglichen Besuchern schützt.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil