unterwegs

Schafreuter

Vom Lecktal auf den Scharfreiter

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  1. Ca. 900 Meter hoch liegt der Parkplatz am Eingang zum Lecktal zwischen Vorder- und Hinterriss. Nur etwa 5 Minuten gehen wir von dort aus auf einem Forstweg, ehe wir nach links in einen beschilderten Pfad Richtung Tölzer Hütte abbiegen. Von hier aus zieht uns der Berg über viele Serpentinen durch den lockeren Wald konsequent nach oben. Bei einer Höhe von ungefähr 1360 Metern passieren wir an einer Rechtskurve einen Schlechtwetter-Unterstand, der an eine Bushaltestelle erinnert, nur wer hier auf den Bus wartet, der ...


  2. Etwa 100 Höhenmeter über dem Unterstand gönnt uns der Berg eine kleine Verschnaufpause. Gut zehn Minuten gehen wir nun nur noch mäßig ansteigend den linksseitig liegenden Hang entlang. Schließlich müssen wir wählen, als an einer Abzweigung beide Wege zur Tölzer Hütte führen. Wir entscheiden uns für die linke Alternative, von rechts wollen wir beim Abstieg zurückkommen.


  3. Unmittelbar nach der links gerichteten Abzweigung verschärft der Berg die Bedingungen, es wird schlagartig deutlich steiler. Über teils felsigen Untergrund hinweg bringt uns ein interessanter Steig weitere knapp 300 Höhenmeter hinauf Richtung Tölzer Hütte. Kurz vor der "Hütte", die vielmehr ein großes Haus darstellt, zweigen wir an einer Wegkreuzung aber nach links ab, da wir den Scharfreiter von Westen her erreichen wollen.


  4. Über Felsen, Geröll und Gras hinweg führt der Weg am Hang entlang - bergab und bergauf - auf einen Grat zu. Dort scheint der Weg Richtung Moosenalm weiter zu führen. Wir halten uns aber nach rechts, wo wir in den Latschen ebenfalls einen Weg vermuten und auch finden. Leider verliert sich dieser am Grashang wieder, so dass wir uns teilweise weglos, aber von Schafen begleitet nach oben kämpfen. Die Richtung zum Schafreuter (auch Scharfreiter genannt) steht ja außer Frage und bald schon erreichen wir den Trampelpfad zum Gipfel.


  5. Obwohl die Sicht durch den Dunst etwas beeinträchtigt ist, genießen wir aus 2100 Metern Höhe die Gipfelblicke nach allen Seiten. Besonders fasziniert die Nähe zum Karwendel.


  6. Im Nordwesten (Bild a) sehen wir in Nachbarschaft zum Walchensee den Herzogstand und den Jochberg; zudem erkennen wir den Hirschhörnlkopf und am Rande noch die Benediktenwand. Foto b) zeigt den Blick nach Nordosten zum Sylvenstein-Stausee. Wer genau hinsieht (und sich auskennt), kann rechts am Horizont auch noch Hirschberg und Ross- und Buchstein ausmachen.


  7. Nach der ausgiebigen Gipfelschau verlassen wir den Scharfreiter in südlicher Richtung. Steil und felsig geht es zunächst bergab, dann etwas flacher an vielen "Steinmandeln" (von fleißigen Wanderern aus Felstrümmern zusammengesetzte Steinfiguren) vorbei Richtung Tölzer Hütte. Rechts von den höchsten "Steinmandeln" sehen wir das Gamsjoch.


  8. Der letzte Abschnitt hinab zur Tölzer Hütte ist wieder deutlich steiler und führt zum Teil über recht glatte schräg liegende Felsplatten hinweg. Wir sehen, dass auf das gegenüberliegende Delpsjoch ein schmaler, wenngleich offenkundig wenig begangener Pfad führt. Die 150 Höhenmeter haben wir leicht noch in den Beinen. Den Gipfel ziert nur eine Stange, dafür haben wir einen einzigartigen Blick rüber zum Scharfreiter (siehe Titelbild). Wir verlassen unseren einsamen Aussichtspunkt wieder und wandern in zahllosen Serpentinen den steilen Grashang hinab.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil