unterwegs

Nüchternbrunn am Taubenberg

Wanderung von Osterwarngau über den Taubenberg

  1. Dies gleich vorneweg: Ein Fußmarsch über den Taubenberg ist keine Bergwanderung aber dennoch ein recht schönes Erlebnis. Ausgangspunkt unseres kleinen Ausflugs ist am Nüchternbrunnweg in Osterwarngau. Am letzten Gebäude vorbei (ehemals Cafe Waldwinkel) nehmen wir die Fortsetzung der bislang asphaltierten Straße in den Wald.


  2. Wir bewegen uns im Gebiet des Taubenberges in einem wichtigen Wassereinzugsgebiet der Landeshauptstadt München. Kaum ansteigend erreichen wir recht bald die erste Abzweigung nach rechts und dann etwas höher gelegen die zweite Abzweigung, an der wir uns ebenfalls rechts halten.


  3. Durch meist sehr lichten Wald führt uns der Weg nun wieder ganz flach dahin, bis wir eine (zeitweise) urig beschilderte Kreuzung erreichen. Dort biegen wir (an einem Heiligen-Bildchen) nun nach links unten Richtung Nüchternbrunn ab. Wer bis hierhin länger als eine Stunde braucht, hat sicherlich noch Zeit, sich unterwegs die Schubänder nachzuziehen. Auf dem Rückweg werden wir - nun aus der Gegenrichtung kommend - an dieser Kreuzung den kürzeren Pfad nach Osterwarngau nehmen.


  4. Schon bald nach der Abzweigung erreichen wir mitten im Wald das aus dem 17. Jahrhundert stammende und 1946 neu aufgebaute kleine Marien-Wallfahrtskircherl Nüchternbrunn, eine Idylle wie aus dem Märchenbuch. In dem Häuschen nebenan lebte bis in die 60iger Jahre ein Einsiedler - Kindheitserinnerungen. Ob das Wasser aus dem der Kapelle gegenüber liegenden Brunnen Heilkräfte entfalten kann, sei dahingestellt, jedenfalls warnt ein Schild davor, dass es sich um kein Trinkwasser handele.


  5. Nach einigen besinnlichen Momenten verlassen wir den heiligen Ort wieder. Der Weg in Richtung Taubenberghaus entpuppt sich zunächst als recht romantischer Waldpfad, der erst später in eine Forststraße übergeht.


  6. Eine halbe bis dreiviertel Stunde nach Nüchternbrunn erreichen wir mit ein wenig "bergauf" und "bergab" ganz nüchtern das Taubenberghaus, wo man diesen Zustand ändern könnte. Wir bleiben natürlich anständig und genießen schlicht und einfach die Aussicht Richtung Wendelstein. Siehe dazu auch die Panoramaaufnahme bei den Bergblicken.


  7. Da wir letztlich wieder zurück nach Osterwarngau kommen wollen, nehmen wir den am Taubenberghaus nach oben führenden Weg. Nach etwa zehn Minuten erreichen wir einen weiteren Aussichtspunkt, in dessen Nähe sich eine kleine Kapelle befindet, über deren Türe man die Zahl 1634 lesen kann.


  8. Die Kapelle rechts liegen lassend führt der Weg nun leicht ansteigend durch den Wald in wenigen Minuten zu dem aus Tuffstein gebauten alten Turm, von dessen Spitze man nicht nur in die Berge sondern auch bis nach München hinein sehen kann. Wer jedoch den Turm besteigen will, muss sich den Schlüssel dazu im Taubenberghaus ausleihen. Wir folgen weiter der Forststraße, die uns zurück zu der bei Punkt 3) beschriebenen Kreuzung bringt; von dort gelangen wir über den bebilderten Kreuzweg rasch hinunter nach Osterwarngau.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil
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