unterwegs

Rotwand

Vom Spitzingsee auf die Rotwand

rotwand, spitzingsee

  1. Noch hat die Morgensonne die Kirche am Spitzingsee nicht erreicht, dabei sind wir schon auf dem Weg zur Rotwand. Links neben dem Gasthof Wurzhütte zweigt unser Weg ebenfalls links ab. Geradeaus würde es Richtung Valepp gehen. Die Beschilderung ist klar und deutlich.


  2. Die erste knappe halbe Stunde müssen wir über eine asphaltierte Forststraße laufen. Kurz nachdem wir zwei Holzhütten passiert haben, geht es dann rechts ab in einen Mitte April noch von Schnee bedeckten Schotterweg. Allmählich wird der Pfad auch etwas steiler, bietet aber immer wieder herrliche Seitenblicke, wie hier z.B. auf den Schinder.


  3. Eine gute halbe Stunde geht es zügig aufwärts, ehe wir ein kleines Holzbänklein erreichen, wo wir links auf einen eigens für die Wanderer markierten Abkürzer einschwenken. Schon nach wenigen Minuten haben wir wieder die Schotterpiste erreicht. An einer schönen Aussichtsstelle wird uns das Hintere Sonnwendjoch geboten.


  4. Ein- bis zweihundert Meter nach der Wildfeldalm, etwa eine halbe Stunde nachdem wir den Abkürzer an dem Holzbänklein genommen haben, rückt auch schon das Rotwandhaus in unser Blickfeld. 20 Minuten sollte man bis zum Haus aber schon noch einplanen.


  5. Der Hang zum Gipfel ist noch mit Schnee bedeckt, so dass von dem vom Rotwandhaus ausgehenden serpentinenförmigen Sommerweg nichts zu sehen ist. Schon ein gutes Stück vorher folge ich einer Spur, die mich ziemlich geradlinig den Berg raufzieht. Nach diesem kleinen Härtetest empfängt mich auch schon ganz freundlich das Gipfelkreuz. Die Tafel neben dem Kreuz beschreibt all die Berge, die man von hier aus sehen kann. Foto b) zeigt das Rotwandhaus vor der mächtigen Kulisse des Hinteren Sonnwendjochs.


  6. Die Sicht lässt nichts zu wünschen übrig. Nach Westen zu (Bild a) sieht man z.B. Risserkogel und Wallberg. Wenn man ein wenig genauer hinsieht, dann erkennt man auch die Zugspitze ganz deutlich (unter Bild a). Weiter nördlich (Bild b) zeigen sich Brecherspitz, Jägerkamp, Benzingspitz und Aiplspitz mit noch ziemlich weißer Weste.


  7. Nördlich der Rotwand liegt ihr dicker Bruder, der Miesing (Bild a), noch in seinem Winterschlaf, nicht viel anders hält es die etwas grazilere Schwester, die südöstlich gelegene Auerspitz (Bild b). Hinter dem Dürrmiesing (rechts auf Bild a) ragt übrigens auch noch der Wendelstein hervor.


  8. Wer das Naturerlebnis mit etwas Technik erweitern wollte, der konnte sich bis 2007 noch die Windenergieanlage hinter dem Rotwandhaus genauer ansehen. Ein starker Sturm hat sie eines Tages zerlegt und auch fünf Jahre später gibt es noch keine offizielle Genehmigung für ein Ersatzwindrad. Was geblieben ist, das ist die schöne Aussicht am Standort der alten Anlage.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil