unterwegs

Rofan - Hochiss

Hochiss und Gschöllkopf im Rofan

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  1. Die Großkabinenseilbahn bringt den bequemen Wanderer in wenigen Minuten von der Talstation (980 m) in Maurach zur Bergstation (1840 m). Unmittelbar neben der bewirtschafteten Erfurter Hütte beginnt unsere Wanderung. Große Übersichtstafeln und viele Wegweiser zeigen uns eine Fülle von Wandermöglichkeiten auf. Unser auserwähltes Gipfelziel, der Hochiss, verbirgt sich hier aber noch hinter dem Gschöllkopf, dieser eigenartigen, markanten Felsnase.


  2. Der steinige Pfad führt zunächst rechts (Südwestseite) am Gschöllkopf vorbei und schon bald haben wir Blickkontakt zum Hochiss, dem mit 2299 Metern höchsten Gipfel im Rofangebirge. Wenn man bei 1840 Höhenmetern losmarschiert, dann relativiert das die knapp 2300 Meter doch sehr. Dies tut aber unserer Wanderung keinen Abbruch, sie ist wunderschön.


  3. Der Weg ist abwechslungsreich und führt uns über Fels und Geröll allmählich nach oben. Dort wo der Steig nahe an einer Felswand vorbeiführt, warnt ein Schild vor Steinschlag.


  4. Ohne uns zu überfordern, geleitet uns der Berg zu seinem Gipfel. Die laut Wandertafel von der Erfurter Hütte aus veranschlagten eineinhalb Stunden sind großzügig bemessen und sollten auch dem weniger trainierten Wanderer in den meisten Fällen genügen.


  5. Auch wenn die Sicht heute nicht rekordverdächtig ist, so genießen wir den Gipfelrundblick in vollen Zügen. Von Norden her machen der Unnütz und der Guffert unübersehbar auf sich aufmerksam. Nach Südwesten verdeckt der Gschöllkopf die Erfurter Hütte, rechts sehen wir die Ausläufer der Dalfazer Wände.


  6. Lange könnte man es auf dem Gipfel aushalten, doch der Hochiss zählt als höchster und dabei vergleichsweise leicht zu besteigender Berg des Rofan an Schönwettertagen viele Besucher. So machen wir uns nach einer kurzen Brotzeit wieder auf den Rückweg. Eine Abzweigung über das Spieljoch zur Rofanspitze lassen wir dieses Mal buchstäblich links liegen und nehmen Kurs auf den so seltsamen Gschöllkopf. Dabei schweift unser Blick immer wieder mal nach rechts, rüber zu den beeindruckenden Dalfazer Wänden.


  7. Der Weg auf den ca. 2040 m hohen Gschöllkopf ist unspektakulär, unschwer und relativ kurz. Nichtsdestoweniger lohnt der Aufstieg, nicht zuletzt wegen des herrlichen Blicks rüber zum Hochiss.


  8. Wie der Hochiss, so ist auch der Gschöllkopf ein Besuchermagnet im Rofangebirge. Wer also wegen der Ruhe in den Bergen kommt, der wird möglicherweise enttäuscht sein. Doch die Aussicht entschädigt für Vieles. Auch die Rofanspitze (Bild a) zeigt sich den Besuchern des Gschöllkopfes. Unter uns sehen wir - vor dem markanten Ebner Joch - die Erfurter Hütte nebst Seilbahn-Bergstation (Bild b).


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil