unterwegs

Hochsalwand - Soinwand

Von Brannenburg nach Osterhofen

 hochsalwand, brannenburg, rampoldplatte

 

  1. Das Auto bleibt heute zu Hause, wir nehmen einen frühmorgendlichen Zug. Da wir weder Zahnradbahn noch Seilbahn benutzen wollen, steht uns ab dem Bahnhof in Brannenburg ein längerer Marsch bevor, der uns schließlich zum Bahnhof Osterhofen (Bahnstrecke München - Bayrischzell) bringen soll. Zunächst geht es allerdings ein wenig ermüdend entlang asphaltierter Straßen. Erst nach etwa 50 Minuten erreichen wir eine Abzweigung in einen Fußweg (Bild b). Für Autofahrer ist das in etwa der Ausgangspunkt ihrer Wanderung.


  2. Zu unserem Bedauern kommen wir noch einige Male in den "Genuss" asphaltierter Wegabschnitte. Aber letztlich wird doch eine herrliche Wanderung daraus. Nach etwa 70 Minuten (ab Bahnhof Brannenburg) passieren wir die Schlipfgrubalm und nochmals 40 Minuten später die Schuhbräualm (Bild a). Kurz vor der bewirtschafteten Alm biegen wir links in einen Bergsteig ein und erreichen, vorbei an der Rampoldalm, in gut einer halben Stunde die Rampoldplatte, welche ein metallenes Gipfelkreuz ziert.


  3. Trotz ihrer geringen Höhe (1422 m) gibt die Rampoldplatte einen fantastischen Aussichtspunkt runter zum Inntal (siehe Bild 2b) oder rüber zum Zahmen und Wilden Kaiser. Ganz besonders drängt sich aber die Hochsalwand, unser nächstes Ziel, ins Blickfeld. Wie Foto a) zeigt, müssen wir dem Berg dazu aber zuerst einige Höhenmeter zurückgeben, die wir uns anschließend - teils über sehr schmierigen Fels - mehrfach wieder erarbeiten dürfen.


  4. Von der Rampoldplatte zur Hochsalwand brauchen wir etwa eine dreiviertel Stunde. Am Gipfelkreuz begeistert uns erneut ein herrlicher Rundumblick, so z.B. auch zurück Richtung Rampoldplatte und Inntal.


  5. Nach Südwesten zu sehen wir den Breitenstein, der auch von dieser Seite mit seiner vorspringenden Gipfelnase auffällt (Bild b). Etwas weiter südlich haben wir den Wendelstein und die benachbarte Soinwand vor uns. Wie Bild a) zeigt, erwartet uns auf dem weiteren Weg zunächst ein deutlicher Höhenverlust; später werden wir sehen, dass es ziemlich genau 200 Meter sind.


  6. Wie schon erwähnt, geht es zunächst lange Zeit bergab, ehe wir entlang des Wendelsteins allmählich wieder an Höhe gewinnen. Nachdem uns ein Tunnel unter die Strecke der Zahnradbahn hindurchgeführt hat, steigen wir hinauf zur Soinwand. Ohne große Eile gehen wir ab der Hochsalwand etwa 80 Minuten von Gipfel zu Gipfel. Wenngleich die Soinwand mit etwa 1750 m deutlich niedriger ausfällt als der Wendelstein (1838 m), so ist die kleinere Schwester doch der viel ruhigere Ort.


  7. Im Rückblick sehen wir nochmal die deutlich niedrigere Hochsalwand. Nach einem nicht zu langen Bad in der milden Herbstsonne machen wir uns wieder auf die "Socken". Dabei liegt die Kesselwand so direkt auf unserem Weg, dass wir ihr noch einen kurzen Besuch abstatten. Von Südwesten für uns völlig unzugänglich, kann man diesen Felsen von der Gegenseite her durchaus begehen. Vorsicht ist aber auch hier angesagt, der Weg ist voll lockerem Schutt und führt eine kurze Strecke über eine recht steile, glatte Felsensrampe.


  8. Auf der Spitze der Kesselwand drängen sich mit der Lacherspitz und dem Wildalpjoch weitere Gipfelziele auf. Wir wollen es aber für heute genug sein lassen und blicken über die Wendelsteinalm hinweg runter Richtung Osterhofen. Während des etwa eineinhalbstündigen Abstiegs nötigen uns noch manche Seitenblicke, wie der zum Kaisergebirge (in Bild b gleich links vom Brünnstein) einen kurzen Zwischenstopp ab.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil