unterwegs

Hochalm

Von Glashütte zur Hochalm

hochalm, glashütte

  1. In Glashütte beginnt meine heutige Wanderung, die mich zwar nicht besonders hoch hinaus bringen wird, mir aber dennoch Hoffnung auf eine gute Sicht in die Berge macht. Ein möglicher Weg ist zwar in meiner Kompass-Wanderkarte verzeichnet, dennoch finde ich bis kurz vor dem Gipfel keinerlei Wegweiser oder Markierungen. Ich folge der Straße rechts vom Feuerwehrhaus und nach etwa 10 Minuten komme ich an eine herrliche Gumpe, in die auch am Ende des trockenen Sommers 2003 noch reichlich Wasser fließt.


  2. Ab der Gumpe beginnt der offensichtlich wenig begangene Weg anzusteigen. Etwa 25 Minuten geht es gemählich aufwärts, bis ich an einer scharfen Rechtskurve gerade noch rechtzeitig einen grasbewachsenen Pfad nach links abgehen sehe. Aber schon nach weniger als hundert Metern werde ich übermütig. Meine Wanderkarte verzeichnet einen nach rechts abzweigenden Pfad (Bild a), den ich auch finde, annehme und bald aus den Augen verliere. So irre ich ein wenig suchend im Wald umher und treffe sicher nicht die Ideallinie.


  3. Nachdem ich mich ca. 20 Minuten zuerst bergauf und dann wieder bergab durch das dichte Unterholz des Waldes geschlagen habe, finde ich endlich einen schmalen, aber eindeutig erkennbaren Pfad. Mit Hilfe des Kompasses wird mir auch bald klar, welche Richtung ich einschlagen muss. Nach einer viertel Stunde quert mein Weg eine Forststraße (Bild a) und nach weiteren flotten gut 15 Minuten erreiche ich eine Alm (Bild b, hinter den Bäumen versteckt), die meine Karte als Mitterhütte ausgibt.


  4. Gleich nach der Mitterhütte geht es nach rechts aufwärts und zugleich treffe ich auf die ersten Wegmarkierungen, die den Weg zur Hochalm zeigen. Ich freue mich, dass es endlich etwas steiler wird und ein wenig nach Bergwanderung aussieht. Nach gut 10 Minuten komme ich - vorbei an den Mauerresten (siehe Titelbild) der längst verfallenen Almgebäude - zum Gipfel des Berges. Die bullige Türsteherin ist gerade etwas schläfrig und lässt mich ungehindert passieren.


  5. Kaum zu fassen, dass diese nur 1428 Meter hohe Hochalm so eine herrliche Rundumsicht bietet. Im Nordwesten (Bild a) thront unübersehbar die Benediktenwand und gleich daneben (eigentlich dahinter) zeigt sich links von der Baumspitze der Zwiesel. Weiter nördlich (Bild b) ist der Blick frei hinunter ins Isartal. Am linken Bildrand entdeckt das geübte Auge noch den Heiglkopf.


  6. In nordöstlicher Richtung (Bild a) fallen besonders der Schönberg und die Zwillinge Ross- und Buchstein ins Auge. Nach Südosten zu (Bild b) erkenne ich trotz der dunstigen Stimmung den Guffert, den Unnütz und das Rofan


  7. Leider ist die Sicht heute gar nicht so besonders gut, so bleiben mir die großen Berge des Karwendels im Westen (Bild a) verborgen. Ich bin aber zufrieden mit dem, was ich sehen darf und mache mich wieder auf den Rückweg. Noch vor der Mitterhütte entscheide ich mich für eine andere Wegvariante. Auf bestens ausgeschildertem und markiertem Wege steige ich hinab Richtung Stuben am Achenpass.


  8. Der Weg weist zwar einige interessante Stellen auf, ist aber dennoch einfach. Für die meisten Wanderer wird dies auch der ideale Aufstiegsweg sein. In etwa 70 Minuten komme ich hinunter nach Stuben am Achenpass. Von dort aus sind es nochmals gut zehn Minuten bis zum Feuerwehrhaus in Glashütte. Dabei führt die Strecke auch ein paar Minuten entlang der viel befahrenen Bundesstraße B307. Ein breiter grasbewachsener Seitenstreifen bietet dem Wanderer aber ausreichend Platz.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil