unterwegs

Herzogstand - Heimgarten Teil 2

Gratwanderung vom Herzogstand zum Heimgarten

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  1. Wem der Herzogstand mit seinen schnurgeraden Serpentinenabschnitten etwas suspekt ist, dem sei die Gratwanderung rüber zum Heimgarten ans Herz gelegt. Unser Ausgangspunkt ist der Pavillon auf dem Gipfel des Herzogstandes. Wer schon vom Walchensee zu Fuß bis hierher gegangen ist, der sollte jedoch über genügend körperliche Ausdauer verfügen; Trittfestigkeit ist für die Gratwanderung ohnehin Vorausetzung. Nur wenige Schritte vom Pavillon entfernt führt der Weg anfangs gleich recht steil bergab.


  2. Schon bald tut sich ein faszinierender Ausblick hinunter zum Kochelsee auf. Besonders hat es mir das einsame Kreuz auf der Felsennadel angetan. Wer genau hinsieht, kann es auf dem Bild links trotz des Schattens ausmachen. Ganz so gewagt ist unser Weg jedoch nicht. Obwohl stellenweise etwas ausgesetzt, ist der Pfad überwiegend gut begehbar.


  3. Typisch für eine Gratwanderung ist das stete Auf und Ab. Man darf sich nicht von der Höhendifferenz zwischen Ausgangs- und Endpunkt täuschen lassen. Die große Runde (siehe Weg) hat mich immerhin über gut 1400 Höhenmeter geführt. Wegen einiger vereister Stellen auf der Schattenseite - es ist November - lasse ich ganz besondere Vorsicht walten.


  4. Recht bald schon erreiche ich den höchsten Punkt auf dem Grat. Ein eigenes Kreuz (Schlehdorfer Kreuz) ziert diesen Zwischengipfel, den ich mir natürlich nicht entgehen lasse, auch wenn der "normale" Weg unterhalb vorbei führt. Sehr reizvoll ist von hier aus der Blick zurück zum Herzogstand. Ein kleiner Hinweis: Man sollte diesen kleinen Gipfel auf dem gleichen Weg verlassen, auf dem man ihn erwandert hat, alles andere führt zu einem unguten Kampf mit den Latschen.


  5. Immer wieder mal eröffnen Fenster schöne Blicke nach Norden zu, auf Bild a) in Richtung Hohenpeißenberg. Gleichzeitig nähere ich mich immer mehr dem Heimgarten, dem höchsten Punkt meiner heutigen Wanderung.


  6. Berauschend der Blick vom Gipfel des Heimgarten: in ihrer ganzen Länge liegt mir die eben zurückgelegte Wegstrecke über den Grat quasi nochmals zu Füßen. Links hinter dem Herzogstand entdeckt man zudem unverkennbar Jochberg und Bendiktenwand. Zwar in weiter Ferne aber trotzdem recht markant zeigt Foto a) auch den Guffert. Auf Bild b) geht mein Blick über die Heimgartenhütte hinweg.


  7. Nach einer angemessenen Gipfelrast verlasse ich den höchsten Punkt des Berges wieder und versäume es jedoch nicht, meiner Kamera noch den Ausblick (Bild b) von der Terrasse der Heimgartenhütte zu zeigen. Viele durstige Wanderer versorgen sich in der Hütte mit einem Getränk und ich frage mich, wie die Flaschen hierher gebracht werden.


  8. Auf dem zwar langen aber eigentlich recht problemlosen Abstieg schaue ich noch mehrmals durch den Sucher meines Fotoapparates, z.B rüber zum Herzogstand (Bild a) oder zurück zum Heimgarten (Bild b). Noch habe ich ein gutes Stück des Weges vor mir, dennoch geht eine herrliche Wanderung allmählich ihrem Ende entgegen.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil