unterwegs

Gamsjoch

Vom Ahornboden auf das Gamsjoch

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  1. Ca. 1210 Meter hoch liegt der Parkplatz vor dem Alpengasthof Eng. Vorbei an den Engalmen erreichen wir bald den Nordalpenweg, der uns zum Hohljoch hinaufgeleiten soll. Dabei haben wir immer wieder die markante Felswand der Grubenkarspitze übermächtig vor uns. Der Steig ist nicht zu anstrengend und führt teilweise durch schattenspendenden Wald.


  2. Nach eineinhalb Stunden sollte man bequem das 1794 m hoch gelegene Hohljoch erreicht haben. Von hier aus könnte man zur (von weitem schon sichtbaren) Falkenalm weitergehen oder aber zum Lalidersalm-Niederleger. Wir wählen eine dritte Möglichkeit und biegen in spitzem Winkel nach rechts ab, Richtung Lalidersalm-Hochleger. Eine dreiviertel Stunde geht es nun über einen teilweise schlammigen Pfad wenig spannend am Fuße der Gumpenspitze entlang und wir verlieren dabei gut 60 Höhenmeter.


  3. Endlich haben wir die Südostflanke der Gumpenspitze passiert und biegen in nördlicher Richtung ab. Kurz nachdem wir den tiefsten Punkt durchschritten haben, kommen wir an einem Kar vorbei, das wir später zum Abstieg nutzen werden. Zunächst aber geht es jetzt endlich wieder aufwärts, das Gamsjoch haben wir nun fest im Auge (Bild a). Vom Kar aus erreichen wir als nächstes Etappenziel in etwa einer halben Stunde gemütlich, wenngleich auf steilem Pfad, das 1974 m hoch gelegene Gumpenjöchl (Bild b).


  4. Ab dem Gumpenjöchl gibt sich der Bergpfad nur kurze Zeit etwas weniger steil, die letzten 350 Höhenmeter wollen dann wieder richtig erarbeitet werden. Der Weg ist zwar weiterhin nicht schwierig, aber Trittsicherheit ist schon nötig. Doch bereits während des Aufstiegs wird man immer wieder belohnt mit herrlichen Ausblicken auf die umgebende Bergwelt aber auch mit der dortigen Flora.


  5. Die letzten etwa hundert Höhenmeter führen fast schon weglos über den steilen Hang hinauf, um den Wanderer nach etwa vier Stunden (ab Parkplatz, mit kurzen Trink- und Fotopausen) auf den Gipfel des Gamsjochs zu bringen. Aus 2443 m Höhe genießen wir den Rundblick, besonders natürlich zu den Nachbarn aus dem Karwendelgebirge.


  6. Bei aller Begeisterung können wir nicht übersehen, dass es noch einen zweiten Gipfel gibt. Wir tasten uns vorsichtig voran, da der Weg dorthin nicht ganz ungefährlich aussieht. Nach rechts führt eine steile Rampe nach unten, die keinen Halt bieten würde und nach links, ..., darüber brauchen wir erst gar nicht zu reden. Ausreichende Trittsicherheit und einigermaßen Schwindelfreiheit vorausgesetzt, erweist sich der Weg aber als einfacher als erwartet und wir erreichen in neun Minuten den mit 2452 m etwas höheren zweiten Gipfel.


  7. Auch vom zweiten Gipfel aus genießen wir den Rundblick. In nördlicher Richtung (Bild a) erkennen wir ganz hinten Jochberg und Benediktenwand und - etwas näher gelegen - unübersehbar den Schafreuter. Nach Süden zu (Bild b) erheben sich hinter der Gumpenspitze die gewaltigen Felsen von Grubenkarspitze und Dreizinkenspitze.


  8. Noch während des Abstiegs können wir uns kaum satt sehen, so z.B. nach Südwesten rüber zur Lamsenspitze. Schließlich erreichen wir wieder die Stelle, an der das Kar seinen Anfang nimmt. Da jetzt wieder die nicht so spannende dreiviertel Stunde rüber zum Hohljoch auf uns warten würde, entscheiden wir uns für die Rutschpartie hinab durch das Kar. Auch wenn wir immer wieder auf einigermaßen die Richtung vorgebende rote Farbmarkierungen stoßen, ist dies sicherlich kein Weg, dem man jedem Wanderer guten Gewissens empfehlen darf.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil