unterwegs

Blauberge

Über Wolfsschlucht und Blauberge zur Halserspitz

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  1. Etwa einen Kilometer südöstlich von Siebenhütten erreicht man auf bequemem Weg das Tal der Felsweißach. Mehrmals den meist recht zahmen Flusslauf querend geht es nochmals gut einen Kilometer nur wenig ansteigend zur Wolfsschlucht. Der nun folgende Aufstieg jedoch erfordert Konzentration und ein gutes Maß an Ausdauer und ist Ungeübten nicht zu empfehlen. Der über ca. 500 Höhenmeter führende Aufstieg ist teilweise ausgesetzt und v.a. sehr steil. Im Überblick sieht das recht eindrucksvoll aus.


  2. Am Ende des steilen Aufstiegs über die Wolfsschlucht hat man die Wahl: nach rechts zum Schildenstein, oder - meine heutige Wahl, nach links zu den Blaubergen. Kurz vor der Blaubergalm macht unübersehbar der Guffert auf sich aufmerksam.


  3. Gleich nach der Blaubergalm geht es recht steil zur Wichtelplatte hinauf. Dann zieht sich eine wunderschöne Gratwanderung über mehrere gipfelkreuzlose Bergspitzen hinweg bis hin zur Halserspitz. Mehrfach geht man zwischendurch deutlich bergab, um bei den folgenden Anstiegen letzlich doch an Höhe dazuzugewinnen. Schließlich muss man bis zur Halserspitz die Höhe von 1861 Metern erreichen.


  4. Auf dem Gipfel der Halserspitz erwartet mich heute wieder eine herrliche Sicht nach allen Seiten. Bild a) zeigt die Palette vom Traithen, Schinder, Hinterem Sonnwendjoch bis hin zum Pendling. Selbst der Kaiser ist nicht zu übersehen. Das Bild rechts zeigt den markanten Blick rüber zum Schneidjoch und zum Guffert.


  5. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast, während der ich mich an den mitgeführten Getränkevorräten ausgiebig labe, mache ich mich wieder auf den Rückweg. Die ersten ca. dreihundert Meter geht es vom Gipfel aus wieder den Hinweg zurück. Doch dann biege ich nach rechts ab. Wer genau schaut, sieht das Schild auf dem Bild links. Ein steiler Weg, der viel Aufmerksam erfordert, bringt mich rasch etwa 200 Höhenmeter nach unten.


  6. Nach dem ersten felsigen Abschnitt komme ich allmählich wieder auf einen normal begehbaren Weg, der aber weiterhin meist recht steil verläuft. Eine besondere Attraktion ist der Blick hinab in eine Schlucht, die wohl kaum ein Wanderer übersehen kann.


  7. Auf dem weiteren Weg macht mir weniger das Stück mit dem deutlichen Gegenanstieg zu schaffen als vielmehr die verheerenden Windbruchschäden des vergangenen Herbstes. Mehrmals muss ich größere Umwege machen, da der Bergpfad an einigen Stellen wegen umgestürzter Bäume völlig unpassierbar und oft gar nicht mehr zu sehen ist.


  8. Die Windbruchschäden ziehen sich fast bis Siebenhütten hinab. Dazwischen passiere ich auch einige primitive Holzbrücken, zum Teil malerisch (Bild a), zum Teil aber auch ziemlich abenteuerlich (Bild b). Doch nun ist es nur noch ein Katzensprung bis Siebenhütten und zum Parkplatz, obwohl, gar so weit springt die Katze nach dem stundenlangen Marsch nicht mehr. Wer nun aber den Rückweg wieder hochlaufen will, der sei herzlich eingeladen.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil