unterwegs

Auerspitz

Über die Rotwand zur Auerspitz

Auerspitz

  1. Der Spitzingsee ist ein idealer Ausgangspunkt, um ins Rotwandgebiet hinaufzuwandern. Leider geht es erst mal eine knappe halbe Stunde auf einer asphaltierten Straße entlang, ehe man dann endlich nach rechts in einen gewöhnlichen Forstweg abzweigt, der für Mountainbiker aber immer noch eine Prachstraße bedeutet.


  2. Nach etwa einer Stunde Gehzeit erreicht man an einer Linkskurve bei einer schlichten Holzbank einen ausgewiesenen Abkürzer. Dieser ist nur wenige Minuten lang, kürzt aber ebenso um einige Minuten den etwas langweiligen Forstweg ab, auf dem es dann aber - vorbei an der Wildfeldalm - bis zum Rotwandhaus nochmals etwa eine halbe Stunde weitergeht.


  3. Auch wenn die Rotwand heute gar nicht das erklärte Ziel ist, so kann ich ihr doch nicht widerstehen. Bis zum Gipfel wird es nun schon etwas steiler, aber in einer viertel bis halben Stunde erreicht man ab dem Rotwandhaus leicht den Gipfel. Von dort aus hat man - bei besserem Wetter - einen herrlichen Blick auf zahllose nähere und fernere Berge. Mir reicht heute der Blick rüber zur Auerspitz mit den links (nördlich) anschließenden Ruchenköpfen.


  4. Nach einer kurzen Trinkpause geht es wieder runter zum Rotwandhaus und dort links über die Kümpfelscharte hinweg etwas abwärts. Schon bald zeigt ein reich beschilderter Wegweiser, dass es zur Auerspitz nach rechts abgeht. Der nun folgende Pfad ist zwar viel schöner als der straßenartige Weg rauf zum Rotwandhaus, dafür aber auch stellenweise sehr schlammig. Zudem bekommt man ausgiebig engsten Kontakt mit den zahllosen Latschen. Beindruckend zeigen sich übrigens auf dem rechten Foto die Kletterfelsen der Ruchenköpfe.


  5. Wer auf Latschen allergisch reagiert, der wird es auf diesem Weg zur Auerspitz nicht leicht haben. Das Bild links zeigt aber, dass weiter unten auch noch eine latschenärmere Alternative existiert. Ich jedoch liebe die Krüppelkiefern und stürze mich ins grüne Vergnügen. Schließlich erreicht man ohne größere Probleme den Gipfel der Auerspitz, den ein schönes schmiedeeisernes Kreuz ziert. Vom Gipfel der Rotwand braucht man bis hierher wohl kaum eine dreiviertel Stunde und wer es bequemer angehen will, halt ein wenig länger.


  6. Ich genieße die leidlich gute Aussicht so intensiv als möglich. Auf dem Weg zum Gipfel habe ich eine rastende Gruppe von wenigstens 20 Leuten passiert und ich konnte schon bald hören, dass sie im Anmarsch sind. Ich ergreife also die Flucht nach vorne und nehme den schmalen Pfad, der in südlicher Richtung vom Gipfel runter führt. Als ich schon fast ein wenig unsicher werde, ob ich so jemals zum Rotwandhaus zurückkomme, finde ich neben einem Wegweiser zur Auerspitz einen recht unauffälligen Abzweiger nach rechts.


  7. Meist deutlich erkennbar führt mich der wohl nicht sehr stark frequentierte Trampelpfad an der Südwestseite der Auerspitz entlang wieder zurück zur Kümpfelscharte. Das Bild a) zeigt eine Stelle, an welcher der Weg abgerutscht zu sein scheint, hier ist Vorsicht geboten. Wer bei Betrachtung von Foto b) den Eindruck hat, dass man bald mit einem kräftigen Gegenanstieg rechnen muss, der liegt ganz richtig.


  8. Über die Kümpfelscharte geht es wieder zurück zum Rotwandhaus und von dort den bekannten Weg runter zum Spitzingsee. Während des Abstiegs bekommt man mehrmals Gelegenheit, die Aussicht auf die benachbarten Berge zu genießen und mir fällt ein, dass ich schon lange nicht mehr auf dem Schinder war.


  9. GPS-Karte


  10. Höhenprofil