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Valley - Bildstöcke

Bildstöcke in der Gemeinde Valley

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13 Bildstöcke findet man gemäß den Angaben des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege auf dem Gemeindegebiet von Valley. In dieser östlich an Holzkirchen angrenzenden Gemeinde leben ca. 3000 Einwohner auf einer Fläche von 4218 ha, verteilt auf mehrere, zum Teil weit auseinander liegende Ansiedlungen. Die Gemeindeverwaltung mit Sitz in Unterdarching nennt in ihrem Internetauftritt 19 Ortsteile. Mit Kreuzstraße und Mitterdarching verfügt die Gemeinde sogar über zwei Bahnhöfe, Ausgangspunkte für so manche Wanderungen. Fußgänger wie Radfahrer werden dabei immer wieder mal an der einen oder anderen alten Tuffsteinsäule vorbeikommen. Meist tragen diese eines oder auch mehrere Bildmotive, was den Namen Bildstock verständlich macht. Bei den Bildern handelt es sich in der Regel um religiöse Motive. Oft sind sie jedoch schon stark verwittert, so dass sie nur noch mit Mühe zu deuten sind. In diesem Beitrag sollen die Valleyer Bildstöcke vorgestellt werden. Hinweise zum Alter der Tuffsteinsäulen entstammen den Angaben des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege.

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Grub

Etwa 60 m nördlich der Kirche steht hinter dem Gartenzaun eines Privatgrundstücks an der Dorfstraße eine mit 1743 bezeichnete Tuffsteinsäule. Ihr einziges Bildmotiv ist zur Straßenseite hin ausgerichtet.

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Hohendilching

An der nördlichen Zufahrt zu der Ansiedlung Hohendilching steht frei in der Wiese ein großer Bildstock, der vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammt. Markant ist das an der Säule herausgearbeitete Kreuz.

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Valley (Ortsteil)

Einen Sonderfall unter den Bildstöcken auf dem Gebiet der Gemeinde Valley stellt der Bildstock im Ortsteil Valley dar. Fährt oder geht man in Valley den Schlossberg hinunter, so kann man kurz vor der Mangfallbrücke nach links in den Aumühlerweg einbiegen. Dort kommt man nach etwa 300 Metern (aber noch vor der Kapelle) an eine Abzweigung, die nach links oben führt. Gleich nach dem Holunderstrauch befindet sich auf einem kleinen Hügel zwischen zwei Bäumen ein Holzschrein mit einer Marienfigur, die der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zugeschrieben wird. Da der Schrein von den Ästen und Blättern eines Strauchs fast vollständig zugedeckt ist, wird man diesen besonderen Bildstock im Sommer kaum wahrnehmen.

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Unterdarching

Zu Unterdarching werden gleich drei Tuffsteinsäulen gezählt.

a) An der Dilchinger Straße (Ecke Hafnerstraße) steht eine Säule, die mit 1821 bezeichnet ist. Die Säulenspitze ziert ein eisernes Kreuz.

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b) An der Münchner Straße (Abzweigung Brunnenweg) versteckt sich am Rande einer Grundstückseinfahrt ein steinerner Bildstock unter einem Efeumantel, der zumindest den unteren Teil der Säule verkleidet. Das Bildmotiv zeigt zur Straßenseite.

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c) Ein paar Meter abseits der Münchner Straße von Unterdarching Richtung Weyarn (dort, wo die Straße von Valley und der private Feldweg einmünden) steht die mit 1820 bezeichnete Tuffsteinsäule, die auf der Spitze ein eisernes Kreuz trägt. Das Bildmotiv schaut nach Osten (zur Münchner Straße). Auf der Süd- und Nordseite findet man je einen mehr oder weniger tiefsinnigen Spruch: "Nach des Lebens Hass und Lieben eine Handvoll Staub ist nur geblieben" bzw. "Einer acht's - der Andre betracht's - der Dritt' verlacht's - was macht's".

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Mitterdarching

Zwei vermutlich sehr alte Tuffsteinsäulen kann man in Mitterdarching finden.

a) Direkt am Bahnhof steht die Säule, die in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts datiert wird. Ein Motiv ist leider keines mehr vorhanden.

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b) Auch an der Ecke Lindmayrstraße/Am Anger steht (etwas schräg) eine Tuffsteinsäule, die möglicherweise aus dem 16. Jahrhundert (bez. 1575) stammt. Ihr Bildmotiv ist von der Lindmayrstraße aus zu sehen. Auf einer zweiten (nach osten schauenden) Tafel sieht man kein Bildmotiv, lediglich etwas blaue Farbe. Nach Westen zu trägt der Bildstock wieder einen der üblichen Sprüche "Sieh! wer du bist, der Tod gewiß ist, Ungewiß die Zeit, Wo du mußt in die Ewigkeit." Inhaltlich den gleichen Spruch findet man in Oberlaindern.

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Schmidham

Neben der Kapelle von Schmidham steht ein recht kleiner Bildstock, der vermutlich aus dem 17. oder 18. Jahrhundert stammt. Anstelle eines Bildmotivs, trägt er eine Inschrift, die an einen Georg Sti? (vielleicht Stichner) aus Schmidham erinnert, der am 5. April 1837 beim Wildschießen von einem in Warngau ansässigen Jagdgehilfen angeschossen worden ist. Der Verwundete konnte sich gerade noch bis zur Kapelle in Schmidham schleppen und erlag dort seiner tödlichen Verletzung.

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Neustadl (Taubenberg)

Am Rande des Farnbachwegs steht an einer Wegkreuzung auf dem nordöstlichen Teil des Taubenbergs die sogenannte Weiße Marter, ein teilweise von Moos überwachsener Bildstock aus dem 16. Jahrhundert. Das Bildmotiv ist nur noch schlecht zu erkennen.

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Unterlaindern

Wer von Oberlaindern in Richtung Unterdarching unterwegs ist, der findet den Bildstock von Unterlaindern etwas versteckt zwischen Büschen und Bäumen am Rande einer freien Fläche links von der Straße. Man muss sich schon bemühen, um das einzige Bildmotiv sehen zu können.

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Oberlaindern

Oberlaindern hat zwei Bildstöcke zu bieten

a) Am Rande des Teichs an der St.-Korbinian-Straße findet man einen recht ungewöhnlichen Bildstock. Obwohl vergleichsweise gut erhalten, wird er vom Landesamt für Denkmalpflege als mittelalterlich eingestuft. Neben zwei Bildmotiven trägt die Säule auch eine Tafel, welche diesen Bildstock als ehemalige Gerichtssäule und spätere Gedächtnis- und Dankessäule (wegen Kriegsheimkehrern in den Jahren 1812 und 1843) ausweist.

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b) Am Schäfflerweg findet man hinter einem Gartenzaun eine Tuffsteinsäule, die mit 1835 bezeichnet ist. An der Spitze trägt sie ein Eisenkreuz mit drei parallelen Querbalken (Papstkreuz?). Anstelle eines Bildmotivs ist ein gekreuzigter Jesus aus dem Stein herausgearbeitet. Drunter findet sich noch eine Tafel mit folgender Aufschrift: "Sieh, wer du bist, der Tod gewiss ist, Ungewiss die Zeit, Wo du musst in die Ewigkeit." Inhaltlich den gleichen Spruch findet man in Mitterdarching.

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Verwendete Informationsquellen:

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Valley
http://geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_182133.pdf (Juni 2013)

Internetauftritt der Gemeinde Valley
http://www.gemeinde-valley.de/index.php?id=0,1 (Juni 2013)

OpenStreetmap
http://www.openstreetmap.de/karte.html